Neue US-Luftangriffe und eskalierende Angriffe auf die Schifffahrt schüren neue Sorgen um die weltweite Energieversorgung und Marktstabilität.
Die Vereinigten Staaten haben in der dritten Nacht in Folge Militärschläge gegen den Iran geflogen, nachdem Präsident Donald Trump die Rückkehr zu einer Seeblockade gegen die iranische Schifffahrt angekündigt hatte. Gleichzeitig verschärften sich die Spannungen in der Straße von Hormus, da der Iran Öltanker angriff und seine Raketen- und Drohnenoperationen im gesamten Golf ausweitete.
Wichtige Details
Das US-Zentralkommando teilte mit, dass seine jüngste fünfstündige Operation auf iranische Küstenverteidigungssysteme, Raketen- und Drohnenstellungen sowie maritime Vermögenswerte abzielte, darunter Standorte nahe Bandar Abbas, Buschehr, Jask, Tschahbahar, Konarak und der Insel Abu Musa.
Die erneute Offensive folgte auf Trumps Ankündigung, dass die USA ihre Blockade der iranischen Schifffahrt wieder aufnehmen und eine Gebühr von 20 % auf Fracht erheben würden, die die Straße von Hormus passiert.
Die Vereinigten Arabischen Emirate erklärten, iranische Raketen hätten zwei unter emiratische Flagge fahrende Öltanker getroffen, wobei ein indischer Seemann getötet und acht Besatzungsmitglieder verletzt wurden. Der Iran behauptete, die Schiffe hätten Warnungen ignoriert und eine verbotene Route befahren.
Der Iran erklärte zudem, er habe Raketen- und Drohnenangriffe auf US-Militäreinrichtungen in Bahrain gestartet, während Bahrain und Jordanien das Abfangen mehrerer ankommender Raketen meldeten.
Marktreaktion
Die Ölpreise stiegen um rund 2 %, wobei Rohöl der Sorte Brent 84,98 $ pro Barrel erreichte und WTI auf 79,79 $ stieg. Brent war in der vorangegangenen Sitzung bereits um 9,6 % gestiegen, was den größten Tagesgewinn seit Mai 2020 darstellte. Die asiatischen Aktienmärkte handelten uneinheitlich, da die Anleger auf den eskalierenden Konflikt reagierten.
Warum es wichtig ist
Über die Straße von Hormus wird ein großer Teil der weltweiten Öllieferungen abgewickelt. Jede Störung erhöht das Risiko höherer Energiepreise, einer verstärkten Marktvolatilität und einer breiteren Belastung der globalen Finanzmärkte.
Händler beobachten genau, ob sich die militärischen Aktionen weiter ausweiten, wie der Iran reagiert und ob die Schifffahrt durch die Straße von Hormus mit weiteren Störungen konfrontiert wird.
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Quelle: Reuters
Zeit: 9:30 Uhr EEST





