Der Sportbekleidungsriese senkte seine Umsatz- und Gewinnprognose, was die Aktien im vorbörslichen Handel stark unter Druck setzte.
Die Aktien von Lululemon fielen am Freitag im vorbörslichen Handel um mehr das 10 %, nachdem das Unternehmen seine Finanzprognose für das Gesamtjahr gesenkt und einen schwächer als erwarteten Ausblick für das zweite Quartal 2026 vorgelegt hatte.
Die Aktualisierung erfolgt nur wenige Monate vor dem Amtsantritt der neuen CEO Heidi O’Neill, während das Unternehmen mit einem verlangsamten Umsatzwachstum und zunehmendem Wettbewerb konfrontiert ist.
WICHTIGE DETAILS
Für das zweite Quartal 2026 erwartet Lululemon einen Umsatz zwischen 2,45 und 2,48 Milliarden US-Dollar, was unter der Schätzung der Wall Street von 2,6 Milliarden US-Dollar liegt.
Der bereinigte Gewinn wird auf 1,76 bis 1,81 US-Dollar pro Aktie prognostiziert und verfehlt damit die Erwartungen der Analysten von 2,69 US-Dollar pro Aktie.
Interims-Co-CEO und CFO Meghan Frank sagte, das Unternehmen habe mit „Gegenwind“ zu kämpfen, der das Management dazu veranlasst habe, seine Prognose für das Gesamtjahr zu revidieren. Sie fügte hinzu, dass Lululemon weitere Schritte unternimmt, um sein Produktangebot zu stärken und Teile des Geschäfts dort neu aufzustellen, wo es erforderlich ist.
Das Unternehmen senkte seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf eine Spanne von 11 bis 11,15 Milliarden US-Dollar, nachdem zuvor 11,35 bis 11,5 Milliarden US-Dollar prognostiziert worden waren.
Die bereinigte Gewinnprognose wurde ebenfalls auf 10,95 bis 11,15 US-Dollar pro Aktie gesenkt, verglichen mit der vorherigen Prognose von 12,10 bis 12,30 US-Dollar.
Trotz des schwächeren Ausblicks lagen die Ergebnisse des ersten Quartals weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 4 % auf 2,47 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie mit 1,69 US-Dollar den Prognosen entsprach. Der Umsatz auf vergleichbarer Fläche stieg um 1 % und übertraf damit die Erwartungen eines Rückgangs um 0,1 %.
MARKTREAKTION
Die Aktie von Lululemon fiel im vorbörslichen Handel um mehr als 10 %, da die Anleger auf die niedrigere Prognose reagierten. Die Ankündigung könnte auch die Aufmerksamkeit auf den breiteren Einzelhandels- und Nicht-Basiskonsumgütersektor lenken, da Händler die Konsumtrends bewerten.
WARUM ES WICHTIG IST
Für Händler wiegt eine schwächere Prognose oft schwerer als die Ergebnisse der Vergangenheit. Der Ausblick von Lululemon deutet auf einen Druck auf das zukünftige Wachstum hin, was die kommenden Verkaufsdaten und Management-Updates besonders wichtig macht.
FAZIT
Die Anleger werden sich nun auf die Leistung des Unternehmens in den kommenden Quartalen und den Führungswechsel konzentrieren, wenn die ehemalige Nike-Managerin Heidi O’Neill am 8. September offiziell CEO wird.
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