Neue Angriffe auf beiden Seiten setzen die Bemühungen um eine Waffenruhe unter Druck und treiben die Ölpreise nach oben.
Der Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten verschärfte sich am Mittwoch, nachdem iranische Raketen- und Drohnenangriffe Kuwait trafen, während US-Streitkräfte Angriffe nahe der Straße von Hormus starteten. Die jüngste Eskalation hat die Besorgnis über die regionale Stabilität und die weltweite Energieversorgung aufs Neue entfacht.
Wichtige Details
Die kuwaitischen Behörden erklärten, ein iranischer Angriff habe Einrichtungen des internationalen Flughafens von Kuwait sowie mehrere diplomatische Vertretungen beschädigt. Eine Person wurde getötet und mehr als 60 wurden verletzt. Der Flugbetrieb wurde vorübergehend eingestellt, bevor ein eingeschränkter Betrieb im Terminal 4 wieder aufgenommen wurde.
Das bahrainische Militär meldete das Abfangen von drei Raketen und mehreren Drohnen. Der Iran erklärte, er habe das Hauptquartier der Fünften Flotte der USA in Bahrain sowie andere militärische Objekte in der Golfregion ins Visier genommen.
Das US-Militär gab an, dass mehrere iranische Raketen entweder ihre Ziele nicht erreichten oder während des Fluges auseinanderbrachen. Die amerikanischen Streitkräfte meldeten zudem das Abfangen von Drohnen, die auf zivile Schiffe und militärische Stellungen in Kuwait gerichtet waren.
Washington bestätigte Angriffe auf die iranische Insel Qeschm nahe der Straße von Hormus nach eigenen Angaben zufolge versuchten iranischen Angriffen.
Trotz jüngster Gespräche zur Beendigung des Konflikts bleiben die Verhandlungen ungewiss. Präsident Donald Trump erklärte, dass die Gespräche fortgesetzt werden, während iranische Medien berichteten, dass die Kommunikation über Vermittler ausgesetzt wurde.
Marktreaktion
Die Ölpreise stiegen um mehr als 2 %, da die Straße von Hormus weitgehend geschlossen bleibt, was einen der weltweit wichtigsten Transportwege für Energie blockiert.
Aktien aus dem Energiesektor legten zu, während Anleger in traditionelle sichere Häfen umschichteten. Die Devisenmärkte reagierten weiterhin empfindlich auf die weiteren Entwicklungen am Golf.
Warum es wichtig ist
Über die Straße von Hormus wurden zuvor rund 20 % der weltweiten Lieferungen von Erdöl und Flüssigerdgas (LNG) abgewickelt. Jede länger anhaltende Unterbrechung könnte die Energiekosten in die Höhe treiben, die Inflation anheizen und für Volatilität an den Devisen-, Rohstoff- und Aktienmärkten sorgen.
Händler werden genau beobachten, ob die diplomatischen Bemühungen wieder aufgenommen werden können und ob die Straße von Hormus wieder geöffnet wird. Weitere militärische Aktionen beider Seiten könnten sich rasch auf die Ölpreise und die weltweite Marktstimmung auswirken.
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