Auf einen Blick
Fed vollzieht ihre erste Zinserhöhung seit mehr als drei Jahren
Märkte preisen drei weitere Zinserhöhungen in den USA ein
Goldman Sachs sieht eine weitere Fed-Zinserhöhung im Oktober
Es wird erwartet, dass die BoE die Zinsen heute beibehält
Hartnäckige Energiepreise könnten eine BoE-Zinserhöhung im November wieder auf den Tisch bringen
Der überraschende Schritt der Fed erhöht den Druck auf die Zentralbanken weltweit
Die Federal Reserve hat ein klares Signal gesendet: Die Inflation ist nach wie vor ein Problem. Kevin Warsh leitete die erste Zinserhöhung der Fed seit mehr als drei Jahren, wobei die Währungshüter eine geschlossene Front in Bezug auf die Inflation und die Unabhängigkeit der Zentralbank präsentierten.
Wichtigste Details
Warsh vermied eine Forward Guidance und sagte, er werde sich nicht auf einen einzelnen Wirtschaftsdatenpunkt konzentrieren. Die Märkte bereiten sich jedoch bereits auf eine weitere Straffung vor.
Futures preisen drei zusätzliche Fed-Zinserhöhungen ein, obwohl der Dot Plot der Fed nur auf eine weitere Erhöhung in diesem Jahr hindeutet. Goldman Sachs erwartet, dass der nächste Schritt im Oktober erfolgen könnte, mit dem Argument, dass aufeinanderfolgende Erhöhungen dazu beitragen würden, die Rückkehr zum 2%-Inflationsziel der Fed zu beschleunigen.
Der Schritt übt neuen Druck auf die Bank of England aus, von der erwartet wird, dass sie die Zinsen am Donnerstag unverändert lässt. Anleger werden die Stimmenverteilung und die Kommentare der Währungshüter genau beobachten, um Hinweise auf eine mögliche Erhöhung im November zu erhalten, insbesondere da die Energiepreise hoch bleiben.
Marktreaktion
Die Renditen kurzfristiger Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit Mitte 2024, während der Dollar auf ein Siebenwochenhoch kletterte. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihen blieb unter 5 %, was asiatischen Aktien Auftrieb gab.
Europäische Aktien werden voraussichtlich 0,5 % höher eröffnen, während die Nasdaq-Futures um 0,6 % und die S&P 500-Futures um 0,5 % zulegten.
Für Händler verlagert sich der Fokus darauf, wie schnell die Zentralbanken auf die anhaltende Inflation und Angebotsschocks reagieren müssen.
Was als Nächstes zu beachten ist
Die Zinsentscheidung der BoE, der endgültige Verbraucherpreisindex der Eurozone für August und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind die wichtigsten anstehenden Ereignisse.
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Quelle: Reuters
Zeit: 14:30 Uhr EEST





