Spannungen im Nahen Osten flammen wieder auf, aber die Wall Street behält die künstliche Intelligenz im Blick.
Globale Aktien stiegen am Montag auf Allzeithochs, da der von KI angetriebene Optimismus den neuen Konflikt im Golf weiterhin überwog. Neue US-Angriffe auf iranische Ziele am Wochenende und die Reaktion Teherans verunsicherten die Energiemärkte, ohne die breitere Rallye zu brechen.
Wichtige Details
Brent-Rohöl sprang um fast 3 % auf 94 $/Barrel, nachdem US-Streitkräfte iranische Ziele angriffen und Kuwait Raketen- und Drohnenangriffe abfing.
MSCI All-World stieg um 0,13 % und lag damit nahe an Rekordwerten. S&P 500-Futures legten um 0,3 % zu, Nasdaq-Futures um 0,5 %.
Südkoreas Exporte im Mai erreichten einen Rekordwert von 87,75 Milliarden US-Dollar – das stärkste jährliche Wachstum seit über vier Jahrzehnten –, was größtenteils auf die Nachfrage im Bereich der KI zurückzuführen ist.
NVIDIA CEO Jensen Huang betritt heute die Bühne auf der Computex in Taiwan, um die neueste KI-Roadmap des Unternehmens vorzustellen.
Marktreaktion
Steigende Ölpreise setzten die Rentenmärkte unter Druck. Die Renditen der 10-jährigen US-Anleihen stiegen um 1 Basispunkt auf 4,46 %, während die Renditen der 10-jährigen deutschen Anleihen um 4,2 Basispunkte auf 2,98 % sprangen. Der Dollar legte gegenüber dem Yen um 0,12 % zu und drückte das Paar auf 159,46, gefährlich nahe an die Marke von 160, die in der Vergangenheit japanische Interventionen ausgelöst hat.
Europäische Aktien gaben leicht nach, da Kursgewinne im Energiesektor durch Schwächen bei Fluggesellschaften und im Verteidigungssektor ausgeglichen wurden. Die Märkte in Tokio und Seoul hielten sich nahe an ihren Allzeithochs.
Warum es für Trader wichtig ist
Die Märkte preisen eine 50/50-Chance ein, dass die Fed die Zinsen bis zum Jahresende anhebt – ein Szenario, das den Dollar stark hält und das Aufwärtspotenzial für Anleihen begrenzt. Jede Eskalation im Golf, die ein Abkommen zwischen dem Iran und den USA verzögert, könnte den Ölpreis weiter in die Höhe treiben, die Inflation anheizen und die Fed zum Handeln zwingen. Gleichzeitig erweist sich die KI-Dynamik als widerstandsfähig genug, um die Störgeräusche vorerst zu absorbieren.
Was zu beachten ist
Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag ist das Hauptereignis der Woche. Prognosen deuten auf 85.000 neue Arbeitsplätze hin, bei einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,3 %. Ein stärkerer Wert würde die Wetten auf eine Zinserhöhung verschärfen und den Dollar wahrscheinlich weiter stärken. Fed-Sprecher werden im Laufe der Woche den Ton angeben – achten Sie auf eine eventuelle Abkehr von der aktuellen neutralen bis lockeren Haltung. Die Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA (oder deren Ausbleiben) bleiben der unberechenbare Faktor für Öl und die allgemeine Risikobereitschaft.
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