Auf einen Blick
Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichten den höchsten Stand seit 2007.
Japans 10-jährige Rendite kletterte auf ein Drei-Jahrzehnt-Hoch, knapp unter 3 %.
Die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe erreichte den höchsten Stand seit 2011.
Inflationssorgen setzen globale Anleihemärkte erneut unter Druck
Die Anleihemärkte gerieten am Dienstag erneut unter Druck, da steigende Ölpreise, Inflationssorgen und wachsende fiskalische Bedenken die langfristigen Kreditkosten in den großen Volkswirtschaften in die Höhe trieben.
Die Bewegung erstreckte sich von den Vereinigten Staaten und Japan bis nach Deutschland und Frankreich, was die Sorge darüber verstärkte, wie Investoren die wachsende Staatsverschuldung und das neue Angebot an Anleihen absorbieren werden.
Wichtigste Details
Die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen erreichten den höchsten Stand seit 2007, da die Ölpreise angesichts schwindender Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran über 90 USD pro Barrel stiegen.
Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen stieg auf ein Drei-Jahrzehnt-Hoch von knapp unter 3 %, wobei die Märkte die Möglichkeit einer Zinserhöhung durch die Bank von Japan bereits im September einpreisen.
Die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe erreichte den höchsten Stand seit 2011, während die französischen Renditen den höchsten Stand seit 2009 verzeichneten.
Die Renditen 30-jähriger US-Anleihen liegen bei rund 5,32 %, nachdem sie im vergangenen Monat um fast 40 Basispunkte gestiegen sind, was den größten monatlichen Anstieg seit Dezember 2024 darstellt.
Marktreaktion
Die ausländischen Bestände an US-Staatsanleihen gingen im Juni zurück, angeführt von Japan, Großbritannien und China. Steigende japanische Renditen mit Kreditkosten für 30-jährige Anleihen von knapp über 4 % machen inländische Anleihen auch für japanische Investoren attraktiver.
Warum es wichtig ist
Höhere Renditen von Staatsanleihen können die Kreditkosten in der gesamten Wirtschaft in die Höhe treiben, was sich auf Unternehmensanleihen und Hypotheken auswirkt und gleichzeitig den Druck auf die Märkte erhöht, die ohnehin die Inflation und die Staatsdefizite im Auge behalten.
Händler werden sich auf die Ölpreise, die anstehenden Anleiheauktionen, die Inflationsdaten und die Signale der Zentralbanken konzentrieren, um Hinweise darauf zu erhalten, ob der weltweite Ausverkauf von Anleihen noch weiter anhalten wird.
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Quelle: Reuters
Zeit: 15:30 Uhr EEST





