Ein bahnbrechendes Abkommen zwischen Washington und Teheran verhalf dem Goldpreis zu einem Anstieg, während Händler gleichzeitig die Warnung der Federal Reserve verdauten, dass die Zinsen im Laufe dieses Jahres noch steigen könnten.
Die Goldpreise stiegen am Donnerstag, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran ein vorläufiges Friedensabkommen unterzeichnet hatten, was die Sorgen über die weltweite Energieversorgung milderte. Die Gewinne kamen trotz einer hawkishen Botschaft der Federal Reserve, die signalisierte, dass eine straffere Geldpolitik weiterhin im Raum steht.
Wichtige Details
Spot-Gold stieg um bis zu 1,7 % auf $4.328 pro Unze und erholte sich damit von den Verlusten der vorherigen Sitzung. Um 9:21 Uhr Singapur-Zeit notierte Gold 1,6 % höher bei $4.322,83.
Das Friedensabkommen wurde am Mittwochabend elektronisch unterzeichnet, obwohl Unklarheit darüber bestand, ob die Straße von Hormus wieder geöffnet wurde. Es wird erwartet, dass das Abkommen den Druck auf den globalen Energiemärkten verringert und Sorgen vor einer durch höhere Ölpreise angeheizten Inflation mildert.
Die Ölpreise fielen nach der Ankündigung, was die Erwartung widerspiegelt, dass sich die angebotsseitigen Störungen allmählich verbessern könnten.
Unterdessen ließ die Federal Reserve die Zinssätze unverändert, bekräftigte jedoch ihr Engagement zur Eindämmung der Inflation. Die Märkte preisen nun eine Zinserhöhung bis Oktober vollständig ein, eine Entwicklung, die typischerweise auf unverzinslichen Vermögenswerten wie Gold lastet.
Analysten machten deutlich, dass die Aussicht auf höhere Zinsen vor der jüngsten Entscheidung der Fed weitgehend eingepreist war, was ihre unmittelbaren Auswirkungen auf Edelmetalle begrenzte.
Marktreaktion
Gold: +1,6 % auf $4.322,83 pro Unze
Silber: +2,5 % auf $69,61 pro Unze
Platin: Höher
Palladium: Höher
US-Dollar-Index: -0,2 %
Öl: Rückgang nach der Bekanntgabe des Friedensabkommens
Warum es wichtig ist
Händler wägen zwei starke Kräfte ab: die nachlassenden geopolitischen Spannungen, welche die Nachfrage nach sicheren Häfen verringern, und die Erwartungen an höhere US-Zinsen, die den Goldpreis belasten können. Der Markt beobachtet nun, welcher Faktor in den kommenden Wochen den stärkeren Einfluss haben wird.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die Umsetzung des Abkommens zwischen den USA und dem Iran, die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus und die anstehenden US-Wirtschaftsdaten, welche den nächsten Schritt der Fed beeinflussen könnten. Jede Verschiebung der Inflationserwartungen oder der Prognosen für Zinserhöhungen könnte die nächste größere Bewegung bei Gold auslösen.
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Quelle: Yahoo Finance
Zeit: 13:30 Uhr EEST





