Höhere Produktionsziele und sich erholende Exporte milderten die Sorgen über die weltweite Ölversorgung.
Die Ölpreise gaben am Montag leicht nach, nachdem sich die OPEC+ darauf geeinigt hatte, die Produktionsziele ab August erneut anzuheben. Händler beobachteten zudem die steigenden Exporte aus dem Golf und die anhaltende Unsicherheit im Verhältnis zwischen den USA und dem Iran, was beides das Angebot in den kommenden Wochen beeinflussen könnte.
WICHTIGE DETAILS
Rohöl der Sorte Brent fiel um 34 Cent oder 0,47% auf 71,78 $ pro Barrel, während das US-amerikanische West Texas Intermediate (WTI) um 20 Cent oder 0,29% auf 68,49 $ nachgab. WTI verbuchte am Freitag keinen Abrechnungskurs, da die US-Märkte im Vorfeld des Unabhängigkeitstags geschlossen waren.
Am Sonntag genehmigte die OPEC+ für August eine zusätzliche Erhöhung der Förderziele um 188.000 Barrel pro Tag, was den für Juni und Juli angekündigten Produktionssteigerungen entspricht.
Analysten erklärten, die Entscheidung sei weitgehend erwartet worden. Die tatsächliche Förderung war jedoch begrenzt, nachdem der jüngste Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran den Tankerverkehr durch die Straße von Hormus beeinträchtigt hatte. Da sich die Exporte erholen, fahren die Produzenten am Golf ihre Lieferungen allmählich wieder hoch.
Eine Reuters-Umfrage ergab, dass die Ölförderung der OPEC im Juni gegenüber Mai um 3,3 Millionen Barrel pro Tag auf 19,43 Millionen bpd gestiegen ist. Die Exporte aus dem Golf legten ebenfalls um mehr als 3 Millionen Barrel pro Tag zu und überstiegen die Marke von 10 Millionen bpd, obwohl sie weiterhin rund 40% unter dem Vorkriegsniveau liegen.
Unterdessen erreichten die Rohöllieferungen aus den westlichen Häfen Russlands im Juni einen Rekordwert und werden voraussichtlich auch im Juli hoch bleiben, da Raffinerieschäden durch ukrainische Drohnenangriffe die Exporte weiterhin stützen.
MARKTREAKTION
Die Energiemärkte blieben vorsichtig, während Händler weiterhin die geopolitischen Entwicklungen beobachteten, die die Ölpreise, die Inflationserwartungen und energiebezogene Aktien beeinflussen könnten.
Für Händler könnte ein steigendes globales Ölangebot die Rohölpreise belasten, doch die geopolitischen Risiken im Nahen Osten bleiben eine wichtige Quelle für Volatilität.
Die Märkte werden sich nun auf das Tempo der Erholung der Golfexporte, Russlands Rohöllieferungen und alle Entwicklungen in den Beziehungen zwischen den USA und dem Iran konzentrieren, die die Aussichten für die weltweite Ölversorgung rasch verändern könnten.
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Quelle: Reuters
Zeit: 11:30 Uhr EEST





