Sinkende Ölpreise und Erwartungen höherer US-Zinsen prägten die globalen Märkte, stützten asiatische Aktien und stärkten den Dollar.
Die asiatischen Aktienmärkte legten am Freitag kräftig zu, wobei Japan und Südkorea neue Rekordhochs erreichten, da nachlassende Spannungen im Nahen Osten die Ölpreise nach unten drückten. Gleichzeitig stärkte eine hawkish gestimmte Federal Reserve den US-Dollar und schickte den japanischen Yen auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren.
WICHTIGE DETAILS
Die Wiederöffnung der Straße von Hormus nach einem vorläufigen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran half, die Öllieferungen wiederherzustellen und Sorgen vor globalen Lieferengpässen zu lindern.
Rohöl der Sorte Brent fiel um 1 % auf 79,03 Dollar pro Barrel und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von 9,5 %.
Japans Nikkei legte um 0,8 % zu und verzeichnete das fünfte Rekordhoch in Folge, was das Wochenplus auf 8,5 % brachte. Südkoreas Leitindex sprang um 3,1 % nach oben und baute seinen Wochengewinn auf 15,3 % aus.
Anleger reagierten auch auf den jüngsten Ausblick der Federal Reserve. Während die Zinsen unverändert blieben, signalisierten neun von 19 Notenbankern weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr. Der US-Dollar-Index stieg auf 100,78 und steuerte damit auf einen Wochengewinn von 1 % zu.
Der stärkere Dollar drückte den japanischen Yen auf 161,26 Yen je Dollar, den schwächsten Stand seit Juli 2024, was Spekulationen anheizte, dass die japanischen Behörden in die Devisenmärkte eingreifen könnten.
MARKTREAKTION
Devisen: Der Dollar wertete auf breiter Front auf, während der Yen auf ein Zweijahrestief fiel. Das britische Pfund gab um 0,1 % auf 1,3195 Dollar nach.
Aktien: Asiatische Aktien erholten sich, während die Wall-Street-Futures um 0,2 % nachgaben. Die Aktien von Intel schossen um 10 % nach oben, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Apple werde mit dem Unternehmen zusammenarbeiten, um Chips in den USA zu entwickeln und herzustellen.
Rohstoffe: Gold fiel um 0,5 % auf 4.188 Dollar pro Unze, während Silber um 0,8 % auf 65,30 Dollar sank, da der stärkere Dollar die Edelmetalle belastete.
WARUM ES WICHTIG IST
Niedrigere Ölpreise lindern weltweit die Inflationssorgen, aber die Erwartung höherer US-Zinsen stützt weiterhin den Dollar und setzt andere Währungen unter Druck. Händler beobachten genau, ob Japan interveniert, um den Verfall des Yen zu bremsen.
Die Märkte werden sich nun auf die Dauerhaftigkeit des Friedensabkommens mit dem Iran, die künftigen Ölströme durch die Straße von Hormus und alle Signale der Federal Reserve bezüglich zusätzlicher Zinserhöhungen konzentrieren. Devisenhändler werden zudem auf Anzeichen für Interventionen der japanischen Behörden achten, da der Yen weiterhin unter Druck steht.
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Quelle: Reuters





